CDR Experience Tour in Bayern: Einblicke in CO₂-Entnahme vor Ort
17.04.2026
Am 18.–19. Juni 2026 führt die CDR Experience Tour zu Projekten der CO₂-Entnahme im Raum München und gibt Einblicke in deren Umsetzung – mit Beteiligung der LMU sowie Partnern aus Forschung und Praxis.
CO₂-Entnahme im Realitätscheck
CO₂-Entnahme (Carbon Dioxide Removal, CDR) gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität. Gleichzeitig ist vieles noch in Entwicklung – von technischen Verfahren bis zu Fragen der Umsetzung in größerem Maßstab.
Die CDR Experience Tour greift genau diesen Zwischenstand auf. Statt über Potenziale zu diskutieren, führt sie zu Projekten, die bereits umgesetzt werden oder sich in der Entwicklung befinden.
Vor Ort: Projekte, Betrieb und offene Fragen
Im Rahmen der zweitägigen Tour besuchen Teilnehmende Anlagen und Unternehmen im Raum München, die CO₂ aus der Atmosphäre entfernen oder entsprechende Technologien erproben.
Dabei stehen weniger grundsätzliche Einführungen im Vordergrund, sondern konkrete Einblicke:
Wie sehen Anlagen und Prozesse im Betrieb aus?
Welche Anforderungen entstehen in der Praxis?
Wo liegen derzeit die größten Unsicherheiten?
Die Gespräche vor Ort sollen ein realistisches Bild des aktuellen Stands vermitteln.
CDRSynDia: Austausch zu CO₂-Entnahme in Bayern
Die Tour ist Teil des Projekts „CDRSynDia – CO₂-Entnahme in Bayern: Synergien durch Dialog“, das am Department für Geographie der Ludwig-Maximilians-Universität München umgesetzt wird.
Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu zentralen Fragen der CO₂-Entnahme im bayerischen Kontext. Gefördert wird das Projekt über den Nachhaltigkeitsfonds der LMU.
Wissenschaftliche Einordnung durch CDRterra
Die Tour wird durch das Forschungsprogramm CDRterra begleitet, das an der LMU koordiniert wird. Hier werden Fragen zur Rolle, Wirksamkeit und Einbettung von CO₂-Entnahme wissenschaftlich untersucht.
Gemeinsames Format mehrerer Partner
Die CDR Experience Tour wurde vom Deutschen Verband für negative Emissionen (DVNE) und dem Start-up-Accelerator remove bereits in anderen Regionen umgesetzt. Für Bayern wird das Format im Rahmen von CDRSynDia aufgegriffen und an den regionalen Kontext angepasst.